Mittwoch, 21. September 2016

Kopenhagen: Unser entspannter Freundinnen-Trip und 5 Low-Budget-Tipps {Teil 1}



Vor fast einem Vierteljahr, Ende Juni war es, bin ich mit meiner Freundin endlich zu unserem ersten gemeinsamen Mädels-Trip nach Kopenhagen aufgebrochen. Wir hatten schon lange vor, ganz alleine ohne Kindern und Männer, eine neue Stadt zu erkunden. Vor zwei Jahren waren wir für eine Nacht in Bremen, dieses Mal sollte unser Ausflug etwas länger sein. Endlich mal in Ruhe quatschen, hübsche Geschäfte nicht nur von außen, sondern auch von innen ansehen (alle Mamas wissen was ich meine) und stundenlang vor Verzückung zu quietschen, weil es so viele schöne Dinge zu entdecken gibt. Ausschlafen so lange wir möchten, keine Alltagsverpflichtungen, uns einfach nur treiben lassen. Ganz langsam verblassen meine Erinnerungen an diese drei schönen Tage im frühen Sommer und deshalb ist es allerhöchste Zeit, sie noch einmal für mich und natürlich Euch herauszukramen.


Aber warum eigentlich Kopenhagen? Ich muss zugeben, dass ich zu einem großen Teil von Blogs und Reiseberichten angefixt wurde, die von der dänischen Hauptstadt in den höchsten Tönen schwärmten. Aber egal ob ich Reisetipps auf Facebook über furchtbar angesagte Sterne-Restaurants und hippe Cafés las oder Blogposts über wunderbare Design-Hotels wurde mir schlagartig klar: Das hier ist nicht meine Liga und schon gar nicht meine Preisklasse. Ich wette, ich bin nicht die Einzige, der es so geht und habe deshalb einige Tipps Low-Budget-Tipps für Kopenhagen zusammengestellt.

 1.  Wohnen: Preiswert und mittendrin im Geschehen

Da wir unser Budget für eine Unterkunft in Kopenhagen im Vorfeld festgelegt hatten, landeten wir ziemlich schnell bei airbnb und haben es keine Sekunde bereut. Gewohnt haben wir in einer schnuckeligen, kleinen Studentenwohnung im angesagten Multikulti-Stadtteil Nørrebro. Wir waren ganz nah am Geschehen und tolle Insider-Tipps gab es von unserer Vermieterin Ida für knapp 80 Euro pro Nacht gratis dazu. Wir hatten großes Glück mit dieser kleinen Wohnung, dem niedlichen Balkon mit Blick auf den riesigen grünen Innenhof, auf dem wir morgens gefrühstückt und abends Wein getrunken haben. Die Seite zur Straße war nicht ganz so idyllisch, aber immerhin hatten wir Supermarkt und Bushaltestelle vor unserer Tür. Wir hatten die Wohnung ganz für uns alleine. Noch mehr sparen könnt Ihr, wenn Ihr Euch nur ein Zimmer bucht und mit Eurem Vermieter unter einem Dach wohnt.




2. Zu Fuß gehen und die Umgebung entdecken


Für unseren ersten Tag in Kopenhagen hatten wir uns ganz fest vorgenommen, zu Fuß zu gehen. Der Nahverkehr ist zwar auch nicht teurer als in Deutschland, aber während des Laufens sieht und erlebt man einfach mehr. Bei dem wundervollen Kleidchen-Wetter, mit dem wir bei diesem durchwachsenen Sommeranfang, gar nicht gerechnet hatten, machte das richtig Spaß. Ganz ohne Ziel sind wir durch diese schöne Stadt gelaufen und haben sie auf uns wirken lassen. Einziger Haken: Wir waren abends so kaputt, dass wir keinen Fuß mehr vor die Tür setzen konnten.


 3. Lässige Pizzeria statt Restaurant


Durch puren Zufall sind wir in unserem Viertel Nørrebro in Stefanos Pizzeria gelandet. Erschöpft von der 5-stündigen Zugfahrt und einigen Verwirrungen bei der Suche nach dem richtigen Bus zu unserer Wohnung liefen wir am frühen Abend ziemlich hungrig durch die Gegend. Wir deuteten es als gutes Zeichen, dass vor dem Laden ziemlich viel los war. Bestellen könnt Ihr frische Salate, Burger, Sandwiches, Pasta und natürlich super leckere Pizza zu fairen Preisen. Das Essen ist schnell fertig und ihr könnt Euch noch die lässigen Kopenhagener ein Weilchen ansehen.

Falls Ihr mal in der Gegend seid:

Stefanos Pizzeria
Stefansgade 33
2200 Kopenhagen



Nur einen Katzensprung von unserer Wohnung entfernt ist die angesagte Jaegersborggade mit Cafés, Smoothie- und Wein-Bars, kleinen Shops mit handgemachtem Schmuck und Keramik, Plattenläden und vielem mehr. Tipp: Wenn Ihr von Stefanos Pizzeria kommt und die Jaegersborgadde hinuntergeht, lauft Ihr genau auf einen meiner Lieblingsplätze zu, den Assistens Kirkegård. Einen riesigen Friedhof...

4. Relaxen auf dem Friedhof Assistens Kirkegård (Nørrebro)


Zugegeben, auch wenn sich die Überschrift ein wenig seltsam anhört, aber auf dem riesigen Friedhof, der von den Einheimischen als Park genutzt wird und auf dem Hans Christian Andersen begraben ist, lässt es sich ganz wunderbar entspannen. Diese absolute Stille ist der Wahnsinn. Hinzu kommt, dass ich seit meiner Kindheit Friedhöfe liebe. Ich habe mir früher immer vorgestellt, dass ich eines Tages eine Weltreise mache, nur um Friedhöfe zu fotografieren. Ein kleiner Schauer lief uns bei der tief stehenden Sonne schon über den Rücken, als wir uns mit Bier und Chips eingedeckt, zwischen den alten Grabsteinen und Statuen einen Platz gesucht haben. Kaum bemerkten wir die fröhlichen Menschen um uns herum, fühlten wir uns schon sehr viel wohler. Der Friedhof ist frei zugänglich.


5. Noch ein herrlicher Ort zum Entspannen: Der Botanische Garten im Herzen Kopenhagens

Der Botanische Garten in Kopenhagen war eigentlich ein Zufallstreffer, weil wir dringend Erholung für unsere armen Füße brauchten. Wäre ich von der Wärme und unserer Lauferei nicht so fertig gewesen, hätte ich diesen wundervollen Gewächshäusern aus dem 19. Jahrhundert und den 13.000 Pflanzenarten in dem 10 Hektar großen Garten garantiert mehr Beachtung geschenkt. Stattdessen freuten wir uns über ein schattiges Plätzchen. Tipp: Im Frühling und Sommer gibt es vor Ort einen kleinen Vintage-Food-Truck mit Getränken und Snacks. Außerdem habt Ihr die Möglichkeit dort zu picknicken. Der Eintritt ist frei!


Botanischer Garten
Øster Farimagsgade 2B
1353 Kopenhagen
Das ist noch lange nicht alles, was wir in Kopenhagen gesehen haben. In einem zweiten Teil werde ich demnächst mehr über unseren Freundinnen-Ausflug schreiben.
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