Mittwoch, 9. Oktober 2013

Familienessen: Zu Gast bei Gemachtes und Gedachtes

Heute gibt's bei meinem Familienessen eine absolute Premiere! Ich bin nämlich bei einer Blogger-Mama zu Gast, die ich schon seit der 7. Klasse kenne, als sich unsere Wege auf dem Gymnasium kreuzten. Und das ist 25 Jahre her...(meine Güte, Nicole, ein Jubiläum. Das müssen wir feiern!!) Nachdem Nicole lange meinen Blog gelesen hatte, überraschte sie mich Anfang des Jahres (nachdem wir gemeinsam Silvester mit unseren 4 Kindern und ohne unsere Männer gefeiert hatten und sie mir diese Kekse zum Geburtstag geschenkt hatte), dass sie jetzt auch einen Blog schreibt. Und so kommt es schon mal vor, dass wir wochenlang nicht telefonieren, aber trotzdem das gute Gefühl haben zu wissen, was der andere gerade so treibt.

Schaut unbedingt mal bei meiner Freundin vorbei! Bei Nicole findet ihr nicht nur leckere vegetarische Rezepte, sondern auch tolle Bastel-Ideen für Kinder, schöne Fotos aus der Natur und ihrer Herzensstadt Hamburg. Nicole lebt mit ihrem Mann, ihrer Tochter (6) und ihrem kleinem Sohn (3) in einem idyllischen Örtchen vor den Toren der Hansestadt. Ich wünsche Euch ganz viel Spaß bei Nicoles Familienessen!




Welches ist Euer absolutes Lieblingsessen, das bei der ganzen Familie, vor allem bei Deinen Kindern Begeisterungsstürme auslöst?

Ich muss zugeben, dass ich mir da mit meinen Kindern ziemlich einig bin - und mit gesund hat das leider gar nix zu tun: Milchreis mit Zimt und Zucker nicht zu toppen! und Pfannekuchen. Die dürfen bei mir allerdings auch gerne mal herzhaft ausfallen... Da bricht bei unseren Kindern Jubelgeschrei aus. Mit Freudentanz. Und wir ergeben uns unserem süßen Schicksal. Was soll man da machen...???

Und was außer Nudeln mit selbstgemachter Soja-Bolognese-Soße an vernünftigen Mahlzeiten noch sehr gut geht, seht ihr unten... 

Wie experimentierfreudig sind Deine Kinder? Probieren sie alles aus oder gibt es Protest?

Über die Probierlaune unserer Kinder kann ich mich eigentlich nicht beschweren. Sie probieren irgendwie alles, was auf den Tisch kommt. Aber so sehr achte ich da eigentlich gar nicht drauf - vielleicht weil sie irgendetwas von dem, was auf dem Tisch steht, immer mögen...

Sehr erstaunt bin ich allerdings über die z.T. heftigen mimischen sowie verbalen Reaktionen, die ausgelöst werden von nanogroßen Probierstückchen, die mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen sind.

Grundsätzlich versuche ich, mir mütterlich gutgemeinte Appelle oder neckende Bemerkungen zu verkneifen - das führt ja doch zu nix. Ausrufe der Verwunderung kann ich jedoch manchmal nicht unterdrücken, denn verwunderlich finde ich schon so Einiges. Wie kann man z.B. Kartoffelknödel mit Soße nicht mögen??? Ein Rätsel. Was wirklich gar nicht geht, ist Stinkekäse. Obwohl... da wird es auch schon wieder unverstehbar... Parmesan wird nämlich gern auch mal vom Stück gebissen... Am nächsten Tag wird von der Tochter abgestritten, überhaupt jemals Käse gemocht zu haben und am Abend entdeckt der Lütte auf einmal den Stinke-Bergkäse für sich.

Rätselhaft.

Und das darf es auch sein, solange Kinder generell Lust auf Essen haben. Und das haben unsere Beiden schon von Geburt an...

Welche Nahrungsmittel gehen bei Euch Zuhause gar nicht?
Als eingefleischte ... öhm ... langjährige Vegetarierin könnte ich jetzt von Tofu oder Seitan reden, aber dass meine Kinder bei derartigen Speisen nicht in Freudengeschrei ausbrechen, kann ich sehr gut verstehen. Mal sehen, was die Zukunft bringt...

Wirklich bedauerlich finde ich allerdings, dass ich die einzige wirkliche Olivenliebhaberin in der Familie war, bin und vorerst auch bleiben werde. Es ist echt doof, vor der Olivenauswahl zu stehen, sich nicht entscheiden zu können und keiner ist da, mit dem ich mich beraten könnte. Na ja, mittlerweile habe ich mich in unserem Stammladen einfach von links nach rechts durchprobiert...  Selbst ist die Mutti!

Zum Thema Schwarzbrot, das von meinen Kindern lange recht verkannt wurde, kann ich noch von folgender Entdeckung berichten: Nachdem ich jahrelang immer Mischbrot kaufte bloß keine Körner! , brachte ich vor Kurzem ein Korn-an-Korn-Brot mit, dass ratze-fatz aufgegessen wurde. Der Trick?

Es sind ganz kleine Scheiben. So einfach kann's sein.

Probiert's mal aus!

Welcher Kochtyp bist Du? Planst Du Eure gemeinsamen warmen Mahlzeiten im Voraus oder entscheidest Du spontan?

Bis vor Kurzem war ich sozusagen die Hauptverantwortliche für den "Kochbereich" und ich habe es immer wieder versucht, planvoll vorzugehen. Wenn dieses Vorhaben tatsächlich mal geklappt hat, fand ich es toll und erleichternd, aber meistens habe ich irgendwie den Zeitpunkt verpasst, zu dem ich mich hinsetze und diesen Superplan auch schreibe... Aber ich muss auch sagen, dass ich es liebe, planlos in der Küche zu stehen, denn es kommt doch immer etwas irgendwie Leckeres auf dem Tisch.

Mittlerweile habe ich mit dem Thema Kochen eher wenig am Hut. Seit August eigentlich nur am Wochenende... Den Rest der Woche bin ich nur sozusagen für den Support meines Mannes auf diesem Gebiet zuständig und setze ich mich ansonsten einfach nach der Arbeit an den gedeckten Mittagstisch. Hach, schön...! 

Wie wichtig sind Euch feste Rituale am Tisch, wie zum Beispiel gemeinsames Tischdecken, ein Tischspruch (wie im Kindergarten) oder ein Gebet?

In den Anfangszeiten unseres Elterndaseins haben wir noch regelmäßig irgendeinen Tischspruch aufgesagt, übrig geblieben ist ein "Guten Appetit!" von allen und "Bitte erst anfangen zu essen, wenn alle sitzen!" von uns Eltern.

Mir persönlich ist es einfach am Wichtigsten, mindestens einmal am Tag mit allen gemeinsam am Tisch zu sitzen. Und ebenso wichtig finde ich es, dass dies jeder von uns gerne tut...

Ich kann sagen: Ich steh' auf gemeinsame Mahlzeiten mit meiner Familie! Auch ohne Tischspruch...

Was hast Du als Kind gerne gegessen?

Hm, während des Nachsinnens fällt mir gerade auf, dass ich sehr viel mochte...

Ein besonderes Essen gab es bei meinen Großeltern: Mein Opa briet die Scholle im Fett schwimmend, bis sie knusprig braun und wunderbar duftend vor mir auf dem Teller lag. Dazu Kartoffeln mit Petersilie und wahrscheinlich mit Buttersoße... und ich war glücklich!

Dann fällt mir noch Paradiescreme ein: Wenn mein Vater abends auf die Idee kam, noch mal in die Küche zu wandern, wusste ich: Jetzt wird's lecker! Und manchmal hat er dann einen Pott voll Paradiescreme ogott, die hab ich schon ewig nicht mehr gegessen mitgebracht, den wir dann gemeinsam auslöffelten.

Als ich früher krank war, hat mir meine Mutter immer Grießpudding gemacht und mir ging es ein kleines bisschen besser. Gibt es bei Euch auch so ein "Tröster-Essen"?

Ein leckerer Haferbrei - gern mit Banane - wirkt(e) immer!

Oder Kartoffelbrei natürlich selbst gemacht! mit Blumenkohl, Muskat und/oder Rührei.
Das war bei mir früher schon so und mundet nun auch unseren kranken Kindern!

Wie wichtig ist für Dich und Deine Familie gesunde, ausgewogene Ernährung und wie setzt Du sie um? 

 Ohne Umschweife: Sehr wichtig!

Als Vegetarier kochen wir viel Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte und natürlich Nudeln! Und das fast täglich. Unsere Kinder ernähren wir nicht "zwangsvegetarisch", nur gehen unsere Kochkünste auf dem Fleischgebiet nicht wirklich über's Würstchenerwärmen hinaus...

Aber Wurst gibt's für's Brot, doch achten wir hier recht streng darauf, dass sie aus ökologischer Haltung stammt. Beim Gemüse ist dies leider anders: Bio wird zwar bevorzugt, aber auf Dauer ist es einfach zu teuer. Wir versuchen aber, unser Grünzeug wenigstens vom Markt zu holen. Ohne Plastik und möglichst regional.

Wir versuchen einen guten Mix herzustellen, aus gesunden Sachen, die unsere Kinder gerne essen und "Schweinkram"-Mittagessen s.o. und sind außerdem dazu übergegangen, Lebensmitel, die die Kinder gar nicht oder nicht gerne essen, immer mal wieder auf den Tisch zu bringen. Das lohnt sich!

Tja, und Süßigkeiten... Mit Süßkram halten wir es schon immer so, dass unsere Kinder am Nachmittag ein Schälchen bekommen, das von uns mit einigen Leckereien maßvoll... gefüllt wurde.

Natürlich gibt es auch mal Ausnahmen am Liebsten: erst zusammen backen, dann gemeinsam schlemmen! , aber sie halten sich in Grenzen. Als Ersatz werden die guten alten Äpfel geschnitten natürlich oder gerne auch Studentenfutter anstandslos akzeptiert. Zum Glück.

Welches ist für Euch als Familie die wichtigste Mahlzeit am Tag und warum?

Eindeutig das Mittagessen! Die warme Mahlzeit des Tages wird in den meisten Fällen zum Mittag aufgetischt und darauf stehen wir alle mehr als auf Brot...

                         Dies ist das allerliebste Rezept von Nicole und ihrer Familie:

Na ja, ganz ehrlich gesagt, stehen ja wie oben schon erzählt auf der KINDERMahlzeiten - Hitliste Pfannekuchen und Milchreis ganz weit oben. Die Beiden gibt es aber schon in Violas schöner Sammlung.

Schnell fiel mir dann dieser Kartoffelsalat ein. Irgendwann einmal zum ersten Mal zusammengemixt, rangiert er nun ebenfalls ziemlich weit oben auf der Beliebtheitsskala der richtigen Mahlzeiten...



Kommentare on "Familienessen: Zu Gast bei Gemachtes und Gedachtes"
  1. Hm, der sieht lecker aus, liebe Nicole. Den werde ich mir mal merken :-)
    Liebe Grüße
    Sabine

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  2. Interessante Reihe! Find mich grad in einigen Punkten wieder - und ein tolles Rezept gibt´s obendrauf... Lecker!
    Liebe Grüße
    Christiane

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Schön, dass Ihr bei mir vorbeischaut. Ich freue mich über Eure Nachricht!

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