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Mittwoch, 31. Oktober 2012

Happy Halloween! Meine drei liebsten Gruselfilme

Ich habe es schon als Kind geliebt, mich zu gruseln. Ich las "Der kleine Vampir", schlich Sonntagvormittag mit meiner Freundin über Friedhöfe, um Vampire zu jagen und verkleidete mich zum Fasching als Vampir, gruseliger Friedhofsgärtner oder als Hexe. Hätte es in meiner Kindheit und Jugend schon Halloween gegeben, es wäre MEIN Fest gewesen. Und weil ich den sanften Grusel immer noch sehr mag, ist ein Halloween-Post für mich heute Pflicht! Passend zu diesem schaurig-schönen Anlass präsentiere ich Euch drei meiner liebsten Gruselfilme, bei denen mir auch heute noch ein wohliger Schauer über den Rücken läuft.



Als Jugendliche habe ich unheimlich gerne diese - aus heutiger Sicht abstrus-lustigen - Edgar Allan Poe-Filme mit Vincent Price gesehen. Schön gruselig und mit einer Prise Humor - genau mein Ding.

Ein weiterer Klassiker, den ich mir immer und immer wieder ansehen kann ist "The Shining" von Stanley Kubrick. Wenn ich allein an dieses düstere und riesengroße Haus denke und mir vorstelle, dort zu wohnen, wird mir ganz anders. Außerdem war The Shining auch das erste Stephen King-Buch, das mir meine Schwester vor Jahren in die Hand gedrückt hat.

Und dann ist da noch "The Ring".  Meine damalige Freundin war völlig hysterisch und meinte, ich müsse dort unbedingt reingehen. Sie hat mich mir Ihrer sehr übertriebenen Angst sehr angesteckt und so gruselten wir uns durch den Film. Ich mag diese besondere Stimmung in dem Film, die Bilder und diese gespenstische Ruhe.

Welche Grusel-Filme mögt Ihr am liebsten? Lieber harmlos, mit sanftem Schrecken oder doch lieber Horror mit viel Blut? Erzählt doch mal. Und falls Ihr feiert: Happy Halloween!

Montag, 29. Oktober 2012

Meine Woche in Bildern/ 11.

Vergangene Woche waren wir hier alle schon so richtig in Kuschellaune. Wir haben Waffeln mit meinem neuen, tollen Eisen für belgische Waffeln gebacken und doch noch etwas Herbst-Stimmung hier und da hindekoriert.


Dann habe ich unsere 50er-Jahre-Teakholzwand (die nicht gestrichen werden darf, weil wir zur Miete wohnen) mit einer feschen Dame aus den 60ern aufgehübscht.


Und am Wochenende habe ich es dann tatsächlich mal geschafft, den Computer auszuschalten. Komplett. Zwei Tage lang. Und jetzt genieße ich noch kurz die Zeit, bis der Große nach seinem 3-Tages-Oma-und-Opa-Ausflug gleich wiederkommt.

Für das Blogging your way-Bootcamp bei Holly bin ich ein kleines bisschen kreativ geworden und habe mein erstes Mood-Board erstellt. Ich hatte zuerst ein bisschen Bammel, weil ich auch schon in der Schule Collagen nicht so doll fand, aber es hat so viel Spaß gemacht und ging wie von selbst. Lustigerweise sollte das Board, das Design-Ideen für meinen Blog zeigen soll, gar nicht so rosa-lastig werden....was das Unterbewusstsein doch alles mit einem macht. Guckt mal:


Und bevor ichs vergesse: Hier sind noch die vier Gewinnerinnen meiner Verlosung!

Das rote Haus Nr. 12

Ellen (Kleine Wunder überall)

Frau Heuberg

Steffi (heiter werden)

Schickt mir doch bitte per Mail Eure Adresse, damit sich die Pläne zu Euch auf den Weg machen.
Mittwoch, 24. Oktober 2012

Familienessen: Deftige Kartoffel-Möhren-Suppe

Der Herbst ist für mich die Jahreszeit, in der gerne deftig esse. Grünkohl und Bregenwurst, Nudelaufläufe mit viel überbackenem Käse und deftige Suppen wie diese Kartoffel-Möhren-Suppe mit Speck und Würstchen. Eigentlich esse ich normalerweise nicht so viel Fleisch und Wurst, aber im Herbst schmeckt's mir einfach. Und weil das "Familienessen: Zu Gast bei..." heute eine kleine Pause einlegt, zeige ich Euch das Rezept für eine schnelle und leckere Suppe, die - Trommelwirbel - sogar meine Jungs mögen.
Wenn ich Kartoffeln und Möhren püriere muss ich immer sofort an die Babybrei-Zeit zurück denken. Ich konnte mir schon damals kaum vorstellen, dass Kinder so eine Matsche-Pampe mögen, aber Kartoffeln und Möhren gingen bei uns schon immer.




 So geht's: 

Speck (und Zwiebeln) in etwas Fett kurz anbraten. Die geschälten und in kleine Stücke geschnittenen Kartoffeln und Möhren dazugeben, andünsten und mit etwa einem halben Liter Gemüsebrühe ablöschen. Das Ganze köcheln lassen und nach etwa 20 Minuten pürieren. Einen halben Becher Crème fraîche unterrühren und mit Pfeffer, Salz und Muskat abschmecken. Zum Schluss die Würstchen dazugeben und mit glatter Petersilie anrichten. Wir essen dazu gerne frisches Vollkornbrot oder selbst gemachte Croutons.

Noch ein Tipp: Beim Kochen achte ich selten auf die genauen Mengenangaben. Oft sind wir abends nur zu Dritt, so dass ich auch nur kleinere Mengen zubereite. Das Rezept hat bei uns gerade so für vier Personen gereicht, wobei die Jungs wirklich sehr wenig essen. Wenn Ihr gute Esser Zuhause habt, müsst Ihr die Menge einfach verdoppeln.

Lasst es Euch schmecken!


Bis Freitag könnt Ihr HIER noch bei meinem Gewinnspiel teilnehmen!
Montag, 22. Oktober 2012

Heute gibt's was zu gewinnen: Vier tolle Crumpled City Junior Stadtpläne von MeterMorphosen




Kennt Ihr die tollen Stadtpläne, die man einfach zusammengeknüllt in die Tasche stecken kann? Ich Glückspilz habe letztens bei Ricarda von 23qm Stil so eine Crumpled City-Map für Barcelona gewonnen. Die Pläne sind 21 Gramm leicht, wasserfest und unverwüstlich - also perfekt, um sie mit auf einen spannenden Städtetrip zu nehmen. Und das Beste: Die Crumpled City-Maps, die es bisher für 12 Weltstädte von Amsterdam bis Zürich gibt, haben Nachwuchs bekommen.

Für Kinder ab 5 Jahren gibt es die witzigen Stadtpläne von MeterMorphosen jetzt für Berlin und London. Zusammen mit Eurem Nachwuchs könnt Ihr die schönsten Sehenswürdigkeiten und spannendsten Geheimtipps dieser zwei Metropolen entdecken. Der Stadtplan muss nicht mehr ordentlich gefaltet werden, sondern kann blitzschnell ein- und wieder ausgepackt werden. Na, seid Ihr neugierig geworden? Damit Eure Woche schon so richtig gut startet, verlose ich zusammen mit MeterMorphosen insgesamt 4 Crumpled City Junior-Maps.

Um mitzumachen, müsst Ihr mir nur eine klitzekleine Frage beantworten: In welche Stadt möchtet Ihr unbedingt einmal reisen?

Mitmachen können alle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, egal ob mit oder ohne Blog. Ein Extra-Los bekommt Ihr, wenn Ihr bei Facebook für mich klickt. Bitte teilt mir das in Eurem Kommentar (FB liked) mit. Ich würde mich übrigens auch sehr freuen, wenn meine stillen Leser an diesem Gewinnspiel teilnehmen.

Die Verlosung läuft bis kommenden Freitag (26. Oktober) um 22 Uhr. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen.




Der Frankurter Verlag MeterMorphosen hat aber noch jede Menge andere tolle Geschenkideen für Erwachsene und Kinder im Programm. Schaut doch mal hier vorbei, dort könnt Ihr Euch durch die außergewöhnliche Ideenwelt klicken. Und vielleicht findet Ihr ja schon das ein oder andere Geschenk für Weihnachten?

Ich wünsch Euch viel Glück!
Sonntag, 21. Oktober 2012

Meine Woche in Bildern/ 10.

Meine Woche war einfach traumhaft! Bei diesem fantastischen Spätsommerwetter war das auch gar nicht schwer. Wir waren viel draußen und haben die milde Luft genossen, spektakuläre Sonnenuntergänge bewundert und...na ja, das war nicht so toll...Unmengen an Wäschebergen nach draußen gehängt.


Am Donnerstag habe ich mich mit Gesa in Hannover zu einem Mini-Blogger-Treffen verabredet und ein neues, wirklich schönes Café in der List entdeckt. Lustigerweise hat es uns beide noch nie in diese Straße verschlagen, obwohl wir seit Jahren in Hannover wohnen (Gesa) oder wie ich gewohnt haben. Für mich gab's zum Abschluss des City-Trips noch einen schönen Herbst-Kranz für die Haustür.


Und auch der Tag heute hat super begonnen. Meine Jungs und ich haben bis 8 Uhr "ausgeschlafen" und ich konnte ganz gemütlich Kaffee trinken und Zeitung lesen, weil die beiden so schön zusammen gespielt haben. Herrlich! Und dann musste noch bewiesen werden, dass man Mitte Oktober sehr wohl barfuß im Garten herumlaufen kann.


Und was habt Ihr Schönes am Wochenende gemacht?

Pssst! Morgen gibt es hier eine Verlosung!
Freitag, 19. Oktober 2012

Schön knusprig: Honig-Ecken mit Müsli

Es ist schon verrückt: Da kaufe ich Unmengen an Food-Magazinen und blätter mich durch die köstlichsten Rezepte und allertollsten Fotos und was mache ich? Ich backe die nächstbesten Kekse, die mir von der Müslipackung entgegenspringen. Aber die Kombination aus Müsli, Honig und weißer Schokolade fand ich einfach zu verlockend. Kekse backen ist mittlerweile meine liebste Nachmittagsbeschäftigung mit unserem Kleinen, wenn es draußen ungemütlich ist. Aber da jetzt ja erstmal der Sommer zurück ist, hebt Euch das Rezept einfach bis nächste Woche auf und genießt das traumhafte Wochenende.


Ihr braucht:

300 g Weizenmehl (405)
150 g Müsli oder Haferflocken
200 g Butter
80g flüssiger Honig
1 Ei (Größe M)
1 Prise Salz
25g geschmolzene weiße Kuvertüre

Und so geht's:

Mehl, Müsli, Butter, Honig, Ei und Salz in eine Schüssel geben und zu einem glatten Teig verkneten. Backofen vorheizen. Den Teig mit Klarsichtfolie abdecken und mit einem Nudelholz auf Backpapier ausrollen. Folie entfernen und bei 180 Grad Ober-/Unterhitze (165 Grad Umluft) backen. Nach dem backen sofort in Dreiecke oder Rauten schneiden und mit der Kuvertüre verzieren. Guten Appetit!




Mittwoch, 17. Oktober 2012

Familienessen: Zu Gast bei der Raumfee

Das Familienessen geht heute in die nächste Runde und ich freu mich, dass uns die Raumfee ihr liebstes Familien-Rezept gekocht hat. Die Innenarchitektin und alleinerziehende Mutter eines 8-jährigen Jungen zeigt auf ihrem tollen Blog auch gerne mal deftige Gerichte, die mit vielen frischen Zutaten und Kräutern zubereitet werden. Heute präsentiert Katja ihr ganz persönliches Familienessen, das auch bei uns Zuhause aktuell ganz hoch im Kurs steht: Milchreis mit Kirschen und Zimtzucker. Unser Großer meinte gestern sogar: "Von mir aus können wir das jeden Tag essen." Lustigerweise hatte ich die romantisch-verklärte Vorstellung, dass Katja ihren Sohn mit ihrer Begeisterung fürs Essen angesteckt hat. Aber weit gefehlt, wie Ihr gleich lesen werdet.



Welches ist Euer absolutes Lieblingsessen, das bei der ganzen Familie, vor allem bei Deinem Sohn Begeisterungsstürme auslöst?

Also um ganz ehrlich zu sein, gibt es das glaube ich gar nicht. Leider sind unsere Geschmäcker meistens sehr unterschiedlich. Die Gerichte, die bei mir Begeisterung auslösen, die findet mein Sohn bestenfalls gerade so essbar und umgekehrt. Ich esse sehr gerne jede Form von Obst und Gemüse, möglichst bunt, Meeresfrüchte, Fisch, Fleisch, Reis, exotische Zutaten, viele Kräuter, viele Gewürze, möglichst deftig, nicht so gern süß und mein Sohn isst gern… Kohlenhydrate. Weißbrot, Nudeln, Fastfood, Grießbrei, Zucker, jede Form von Süßspeisen, aber um Himmels Willen kein Gemüse.  Das führt schon manchmal zu Frust am Herd und Teller und da gesunde Kompromisse zu finden ist gar nicht so einfach. Brot mag ich zwar auch, aber lieber das rustikale mit knuspriger Rinde und Pasta mag ich auch gern, aber dann eben mit viel Soße und nicht blank.

Wir haben lange diskutiert über die Frage, ob es zumindest Gerichte gibt, die wir beide uneingeschränkt gerne essen und sind dabei doch auf ein paar gekommen, aber es gab immer einen Einwand dazu: Schinkenpfannkuchen mit Blumenkohl in Käsesoße - aber nur alles zusammen, nicht einzeln… Spätzle mit Butter und Apfelmus – aber nur mit dem selbst eingekochten… Krautwickel – aber nur, wenn die Oma sie gemacht hat… gebratenes Hähnchen – aber nur ohne Beilagen… Pizza natürlich – aber mit unterschiedlichem Belag… Apfelküchle mit Zimtzucker… aber nur wenn sie noch warm sind … Spiegelei… aber nur pur... nicht so einfach. Wir haben dann eine Hitliste erstellt und doch noch etwas gefunden, das wir beide sehr mögen und zwar auf die gleiche Art: Himbeeren pur.

Da das aber kein wirkliches Familienessen ist, haben wir die Nr. 2 genommen: Milchreis mit eingemachten Kirschen und Zimtzucker. Das schmeckt meinem Sohn und mir auch – wohl weil es bei mir Erinnerungen an Besuche bei Oma und Opa weckt, wo wir uns immer ein Glas eingeweckte Kirschen aus dem Keller holen durften. Und wer hätte das gedacht: beide mögen wir es ohne Einschränkungen und in der gleichen Form. Hurrah! 


 Wie experimentierfreudig ist Dein Sohn? Probiert er alles aus oder gibt es Protest?

Sagen wir es mal so: Er probiert nichts ohne Protest. ;-) Bis er in den Kindergarten kam, hat er einfach alles gegessen: Gemüse, Obst, Vollkornbrot, Gemüse auch als Rohkost, alles was ich gekocht habe wurde probiert und akzeptiert. 


Tja und dann kamen die Vesper der anderen Kindergartenkinder: Donuts, Milchschnitte, Schoko-hörnchen, Kuchen, Hamburger, Eistee und Limo. Und damit begann das häusliche Essensdilemma um Frischkost contra Fastfood im Hause Raumfee, mit dem ich sicher nicht alleine bin, das aber trotzdem bisweilen hier die Stimmung beeinträchtigt.  Unter der Woche kein Problem, da isst mein Sohn in der Schule und wenn er dort das frisch gekochte Bioessen verschmäht, muss ich es wenigstens nicht mit ansehen. Am Wochenende und in den Schulferien ist das ein heißes Pflaster zwischen uns und wird es wohl auch bleiben, so lange die für meinen Sohn genießbare Nahrungsmittel-Range so extrem eingeschränkt ist und das auch noch ausgerechnet auf die Nahrungsmittel, die meiner Meinung nach nicht wirklich gesundheitsförderlich sind. Ein Alibistück muss immer probiert werden (ich hoffe immer auf eine plötzliche Geschmackserkenntnis zum Positiven), aber niemand muss etwas essen, was ihm absolut nicht schmeckt und auch keiner seinen Teller leer essen, obwohl er satt ist. Sagt mir bitte, dass die akzeptiere Essensauswahl mit den Jahren wieder vielfältiger wird, sonst kriege ich gleich noch ein paar graue Haare mehr… ;-)

Welche Nahrungsmittel gehen bei Euch Zuhause gar nicht?

Packerl, Fertiggerichte, Eingedostes. Alles was industrielle Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker, künstliche Aromen, Mono- und Triglyzeride, Emulgatoren und Konservierungsmittel enthält. Wenn ich die Zutatenliste auf den Supermarktbrötchen  lese, dann wird mir schlecht. Das gehört alles in Brot nicht rein, das will ich nicht in mich reintun. Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte aus industrieller Massentierhaltung kaufe ich nicht. Und was sicherlich nie mehr auf meinem Tisch landet sind Shrimps aus dem Supermarkt. Wer einmal einen Bericht über die konventionellen Garnelen-Zuchtfarmen gesehen hat, der muss meiner Meinung nach verrückt sein, das noch jemals zu essen.
Raffinierten Zucker habe ich nicht im Haus, wenn es süß sein soll, dann verwende ich Honig, Stevia, Agavendicksaft oder zum Backen Rohrohrzucker. Da ich kein Histamin vertrage, gibt es bei uns auch einiges nicht mehr, was mir sehr gut schmeckt und anderes nur noch für meinen Sohn oder Gäste und ich schau mit langen Zähnen zu. Weißbrot, Tomaten und Rotwein gehören dazu.

Wie wichtig sind Euch feste Rituale am Tisch, wie zum Beispiel gemeinsames Tischdecken, ein Tischspruch (wie im Kindergarten) oder ein Gebet?

Rituale gibt es bei uns am Tisch eigentlich keine, aber ein paar Regeln, deren Einhaltung mir wichtig ist. Dazu gehört, dass man beim Tischdecken zusammenhilft, dass erst mit dem Essen begonnen wird, wenn alle sitzen, dass man sich einen guten Appetit wünscht, dass jeder aufhören darf, wenn er satt ist und dass die Kinder dann aufstehen dürfen, wenn alle Kinder fertig sind, aber jeder sein Gedeck in die Spülmaschine räumt.  Reden beim Essen ist bei uns nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht, denn für mich sind gemeinsame Mahlzeiten unbedingt auch zur Kommunikation da. Wir lieben beide große Familienessen, wo alle an einem Tisch zusammenkommen, essen, reden, kleckern und lachen und freuen uns jetzt schon aufs Weihnachtsessen.
Super fände ich auch die Durchsetzbarkeit der Regel, dass man dem, der gekocht hat dankt und dass man auch nicht über das Essen meckert, das Gesicht verzieht oder „bäh!“ sagt, sondern einfach nur wenig isst, wenn es einem mal nicht so doll schmeckt. O.K., daran arbeiten wir dann mal noch. Viel.

Was hast Du als Kind gerne gegessen?

Alles außer Fenchel, Sellerie, Anis, Kümmel, Fisch „blau“, Grießbrei, Torte, Bananengeschmack und Käse. Heute ist davon nur noch Fenchel, Anis, Kümmel, Bananengeschmack, Torte und Grießbrei übrig geblieben und Koriander und Thaibasilikum dazugekommen. Ansonsten mag ich alles. Das ist ja das große Problem. Denn da dazu auch noch ein gewisser Hang zur Maßlosigkeit kommt…

Als ich früher krank war, hat mir meine Mutter immer Grießpudding gemacht und mir ging es ein kleines bisschen besser. Gibt es bei Euch auch so ein "Tröster-Essen"?

Wenn ich früher krank war wurde ich verdächtigt zu simulieren, um nicht zur Schule zu müssen und bekam nur Tee und Zwieback. Manchmal hat es gestimmt, manchmal nicht. Mein Sohn darf sich was wünschen, wenn es nicht grade ein Magen-Darmvirus ist und Grießbrei steht da auch ganz hoch im Kurs. Oder eine Schnittchenplatte. Das sind lauter nette Kleinigkeiten, auf Zahnstocher gepiekst und schön dekoriert, die dann im Bett serviert wird.


Wie wichtig ist für Dich und Deine Familie gesunde, ausgewogene Ernährung und wie setzt Du sie um?

Meiner Meinung nach führt der Weg zur Gesundheit durch die Küche, nicht durch die Apotheke. Mein Essen möchte ich aus möglichst natürlichen Lebensmitteln zusammenstellen, nicht aus industriell erzeugten Nahrungsmitteln und chemischen Zusatzstoffen. Deshalb ich koche jeden Tag frisch, mit sehr viel Gemüse und Kräutern, guten Pflanzenölen, wenig Fleisch manchmal sammle ich unser Essen auch draußen, wie ich ja im Frühjahr mal im Rahmen von den „Wilden Wochen“ berichtet habe. Was ich mir leisten kann kaufe ich in Bioqualität, oder von Bauern aus der Region, was nicht, gibt es eben nur selten. Fleisch aus Massentiermast zum Beispiel kaufe ich nicht. Deshalb essen wir zu Hause nur selten Fleisch und Fisch, da das Fleisch aus für mich vertretbarer Tierhaltung und Fisch aus Wildfang einfach sehr viel mehr kostet. Klar gibt es bei uns auch mal Süßigkeiten, oder wir kaufen uns unterwegs etwas auf die Hand, so dogmatisch sehe ich das nicht. Aber bei dem was ich zu Hause zubereite, achte ich schon sehr auf Ausgewogenheit und Qualität.

In der Klasse meines Sohnes ist gerade gesunde Ernährung das Thema im HSU-Unterricht. Da wird Frühstück verglichen und Ernährungstabellen ausgemalt. Ich hoffe auf einen gewissen Gruppenzwang, eine Art Massen-Klassenbewegung und den „Wer-ernährt-sich-am-gesündesten-Wettbewerbs-Effekt“, der auch meinen Kohlehydrat-Junkie zum Konvertieren bewegt, ohne dass ich mir weitere Fusseln an den Mund rede. Mein Essen – das Ihr ja ein bisschen aus meiner „Lecker“-Rubrik kennt, erreicht nur selten auf der nachwuchstechnischen Bewertungsskala von 0 – 100 Punkten mehr als 50 Punkte – und da muss ich schon einen sehr guten Tag erwischen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, schließlich esse ich heute ja auch Sellerie… ;-)

Welches ist für Euch als Familie die wichtigste Mahlzeit am Tag und warum?

Das Frühstück. Das ist die einzige Mahlzeit des Tages, die wir immer in Ruhe gemeinsam am Tisch einnehmen, bereden könne, was heute alles ansteht und für mich ein ganz wichtiger gemeinsamer Start in den Tag, der sich dann aufsplittet in Arbeit und Schule, bevor wir uns am Spätnachmittag wieder sehen.

Am Wochenende freuen wir uns beide auf einem üppigen gemeinsamen Brunch nach dem Ausschlafen, am liebsten mit einem Hörbuch dazu, oder auch mal einem schönen Familienfilm und am liebsten mit der Maus. Da gibt es dann frische Brötchen, viele Marmeladesorten, Eier, Obstsalat, Schinken, Hörnchen, aufgeschäumten Milchkaffee, Kakao, viel Gekrümel und Gekuschel. Ich liebe dieses Ritual und wenn es mal aus Termingründen nicht klappt, dann fehlt uns beiden was.
Außerdem sind für mich die wichtigsten und schönsten Mahlzeiten immer die, die wir gemeinsam zubereitet haben vom Einkaufen oder Sammeln über das Zubereiten und Küche verwüsten bis zum gemeinsamen Essen. Da kommt dann wieder der Kommunikationseffekt zum Tragen und auch, dass es einfach schön ist, gemeinsam etwas zu werkeln und zu essen mit den Menschen die man am liebsten um sich hat. Jetzt freue ich mich schon wieder auf unsere gemeinsamen Advents-Plätzchenback-Sessions, denn die haben bei uns Tradition, seit mein Sohn 1 Jahr alt ist...



Liebstes Familienessen der Raumfee: Milchreis mit Kirschen und Zimtzucker

Zutaten:

250g Rundkornreis, 1 Liter Vollmilch, 1 TL Salz, 3 EL Vanillezucker (ich mache ihn selber aus Rohrohrzucker und Vanilleschoten, aber es geht auch der konventionelle, dann 1 Päckchen + 2 EL Zucker)
1 Glas eingemachte Kirschen, 2 TL Speisestärke, 2 EL Zucker, 1 TL Zimt
Plus: Zimtzucker aus einem Marmeladenglas Rohrohrzucker & 2 EL Ceylon-Zimt. Kann man im Glas prima verschütteln und aufheben.

Zubereitung:

Den Reis mit Milch, Salz und Vanillezucker aufkochen lassen, dann auf kleiner Stufe (bei mir 2 von 10) simmern lassen bis er weich ist, aber noch einen bissigen Kern hat und die Milch ganz aufgesaugt ist. Der Milchreis soll schmotzig sein – also kein Batzen und keine Suppe, ähnlich einem Risotto. Je nach Reissorte muss man noch etwas Milch zugeben am Schluss und immer gut rühren, es brennt ziemlich schnell an.

In der Zwischenzeit die Kirschen abgießen und den Saft auffangen. Der wird dann mit der Speisestärke kalt verrührt, dann mit Zimt und Zucker aufgekocht und eingedickt. Jetzt kommen die Kirschen wieder dazu. Wenn der Milchreis fertig ist, die Kirschen drüber oder drumrum geben und das ganze mit Zimtzucker bestreuen.

Schmeckt ganz heiß oder auch kalt, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass man ihn zwei Mal am Tag essen kann, wenn man genug davon gemacht hat.  Die angegebene Menge reicht bei uns für vier Personen – oder für zwei, wenn man sich den Teller zwei Mal vollhäuft. ;-)

Guten Appetit!


Vielen Dank, liebe Katja, dass Du Dir die Zeit für mein Familienessen genommen hast.
Montag, 15. Oktober 2012

Alte Heimat: Kleine Tour durch Hannover



Schon im Frühjahr hatte ich die Idee, eine kleine Rundreise durch Hannover zu machen und Euch die Orte zu zeigen, an denen ich viel Zeit verbracht habe und die ich besonders gerne mag. Hannover war für mich nämlich Liebe auf den ich-weiß-nicht-wievielten Blick. Als Jugendliche vom Dorf landete ich mit dem Zug immer mitten in der Innenstadt, die bis auf das Opernhaus, nicht besonders viel zu bieten hat. Wirklich ins Herz geschlossen habe ich die Stadt erst, als ich mit meinem jetzigen Mann unsere erste gemeinsame Wohnung in der Oststadt bezogen habe. Nach einem halben Jahr in einer ziemlich chaotischen Studenten-WG und zwei Jahren mit einer Freundin in einer kleinen Wohnung (eine Tour durch mein studentisches Hannover zeige ich Euch ein anderes Mal), musste es für die erste eigene Wohnung der Klassiker sein: Altbau, hohe Decken, Stuck, Flügeltüren, Holzfußboden. Alle, die ich zu dieser Zeit (2002) kannte, wollten so wohnen. Wir hatten Glück und haben sieben Jahre in einer wirklich schönen Gegend gewohnt.


Viele Restaurants, Cafés und kleine Läden in der Nachbarschaft und Europas größter Stadtwald, die Eilenriede, direkt vor der Haustür, durch den ich stundenlang mit unserem erstem Sohn im Kinderwagen geschoben bin. Ich denke gerne an diese Zeit zurück. Aber irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem der Wunsch immer größer wurde, in ein Haus mit eigenem Garten zu ziehen. Tür auf, Kind raus - so hatte ich mir das vorgestellt und nicht mit fünfzig Kindern und Mamas im Hochsommer auf dem Spielplatz zu sitzen und Sandkuchen zu backen.


Als ich letzte Woche in Hannover war, sind diese Bilder entstanden. Und obwohl das Thema Stadtleben für uns abgeschlossen ist, habe ich kurz überlegt, ob es doch nochmal etwas wäre, mit zwei Kindern hierher zurückzuziehen. Aber ich denke nicht. Denn auf der, im Übrigen nur 20-minütigen Autofahrt nach Hause, bin ich wieder an den Windrädern vorbeigekommen, den abgeernteten Feldern und dieser extrem flachen Landschaft, die ich so liebe. Und ich stelle mir immer vor, dass direkt dahinter das Meer anfängt. Ich mag und brauche diese Ruhe sehr und wenn ich will, bin ich ruckzuck in der Stadt. Perfekt, oder?


Freitag, 12. Oktober 2012

DIY: Schaurig-schöne Lichterketten für Kinder




Bei uns fällt in diesem Jahr die Herbstdeko aus. Keine Kürbisse, keine Kastanien, keine bunt gefärbten Blätter, die unser Zuhause verzieren. Ich habe immer noch nicht so richtig Lust, aber wie ich mich kenne, packt es mich dann im November, wenn andere schon wieder ihre Weihnachtssachen rausholen. Typisch für mich!

Was mir in dieser Jahreszeit aber Spaß macht, ist schöne und einfache Deko fürs Kinderzimmer. Schnell muss es gehen und zu viele Materialien sollte man dafür auch nicht brauchen. Ich glaube, ich habe schon mal erwähnt, dass die Aufmerksamkeitsspanne meiner Kinder bei Bastelaktionen nicht besonders groß ist (meine übrigens auch nicht).

Wenige Wochen für Halloween bringe ich unsere Jungs mit diesen süßen Lichterketten in Stimmung. Und es geht wirklich kinderleicht. Ihr braucht Bastelkarton in mehreren Farben, Schere, Bleistift und (im Idealfall) einen Lochstanzer.


Zuerst malt Ihr auf den Fotokarton Euer Wunschmotiv auf. Ich habe mich für schwarze Katzenköpfe und kleine Füchse in orange entschieden, die ich mehrmals ausgeschnitten habe - je nachdem wie lang Eure Lichterkette ist. Es gibt aber noch viele andere tolle Möglichkeiten: Gespenster, Spinnen, Kürbisse - lasst Euch was einfallen! Danach müsst Ihr nur noch die Augen in die Tierköpfe stanzen und sie auf die Lichterkette stecken. Fertig!


Für unseren Kleinen wollte ich es nicht zu gruselig machen und habe für ihn, passend zu seiner Fuchsmaske aus dem Kindergarten, eine Fuchslichterkette gebastelt. Noch ein kleiner Tipp: Besonders praktisch finde ich batteriebetriebene Lichterketten. Ihr könnt sie unabhängig von einer Steckdose hinlegen wo Ihr wollt und könnt sicher sein, dass Eure Kinder nicht an der Steckdose rumfummeln.


Gefunden habe ich diese schöne Idee übrigens hier.

Und Ihr? Seid Ihr im herbstlichen Deko-Fieber angekommen oder dümpelt Ihr noch so rum wie ich?
Mittwoch, 10. Oktober 2012

3 Wünsche für 2013

Nicht mehr lange und es tauchen auf vielen Blogs wieder jede Menge To-Do- und Wunschlisten für das nächste Jahr auf: Listen mit Dingen, die man noch 2012 erledigen möchte, Listen mit Weihnachtswünschen, Listen mit guten Vorsätzen fürs neue Jahr... Puh! Und weil ich mir in diesem Jahr (mal wieder) vorgenommen habe, nicht alles auf den letzten Drücker zu machen, zeige ich Euch heute mal meine ganz bescheidene Mini-Liste mit drei Dingen, die ich 2013 ändern möchte.


2013 möchte ich unbedingt mehr lesen. Auf dem Foto seht Ihr den mehr als kläglichen Stapel mit Büchern, die ich in diesem Jahr gelesen habe und davon noch nicht mal alle bis zum Ende. Deshalb wird 2013 mein ganz persönliches Jahr des Buches. Für Tipps bin ich übrigens immer zu haben. Einzige Voraussetzung: Die Bücher müssen so fesselnd sein, dass ich sie nicht mehr aus der Hand legen will.



2013 möchte ich endlich wieder in den Urlaub fahren. Das kann ein schöner Strandurlaub am Mittelmeer sein, ein Urlaubsort in Deutschland, ein Ferienhaus an der See oder wie auf dem Foto ein Kurzurlaub in Boltenhagen mit einem Ausflug nach Wismar. Wohin ist mir eigentlich egal, Hauptsache raus. Dieses Jahr war einfach keine Zeit und wir stecken eigentlich immer im selben Dilemma fest: Mein Mann, der beruflich viel unterwegs ist, ist froh, wenn er von seinen Jobs endlich nach Hause kommt und die Zeit hier mit uns genießen kann. Ich bin ständig zu Hause und froh, wenn ich mal raus komme.


2013 möchte ich mich, im Übrigen wie jedes Jahr, mehr bewegen - von Sport will ich hier gar nicht erst anfangen zu reden. Ich brauche unbedingt einen Ausgleich. Wenn ich länger vor dem Computer sitzte, kann ich kaum aufstehen, so eingerostet bin ich. Vielleicht doch mal wieder Yoga oder Pilates für den sanften Einstieg.

Und wie sieht's bei Euch aus? Habt Ihr schon Ideen fürs nächste Jahr oder soll alles so bleiben wie es ist? Erzählt doch mal!
Dienstag, 9. Oktober 2012

Zurück auf der Schulbank: Blogging Your Way mit Holly Becker

Als ich im Juli vergangenen Jahres mit meinem Blog anfing, war es für mich der sprichwörtliche Sprung ins kalte Wasser. Von dieser unglaublichen Fülle an Kreativität und Ideen, die in den Blogs steckt und so viele Menschen miteinander verbindet, war ich von Anfang an fasziniert und wollte auch beginnen. Ohne ein genaues Ziel vor Augen wohin es einmal gehen soll, fing ich an zu schreiben. Über kleine Ausflüge mit meiner Familie, leckere Rezepte (und das obwohl ich ein ziemlicher Kochmuffel bin),  einfache DIY-Ideen und vieles mehr. Heute ist das Bloggen aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken. Da ich nicht der Hobby-Typ bin, genieße ich es jetzt um so mehr, mir Zeit für kleinere Projekte zu nehmen und sie mit anderen virtuell zu teilen.

Auf meiner Reise durch das Blog-Universum habe ich ziemlich schnell Decor8 von Holly Becker entdeckt. Die Journalistin und Interior-Designerin ist mit dem, was sie macht so unglaublich erfolgreich und lebt als gebürtige Amerikanerin gleich bei mir um die Ecke - in Hannover. Und weil es beim Bloggen noch so unglaublich viel für mich zu entdecken gibt, drücke ich seit gestern die (virtuelle) Schulbank in Hollys Blogging Your Way-Kurs. Unser Stundenplan ist ziemlich vollgepackt und deshalb kann es sein, dass es hier in den nächsten vier Wochen ein wenig anders läuft. Also wundert Euch nicht, wenn ich hier und da mal etwas ausprobiere. Ich bin sehr gespannt, was auf mich und die anderen Studenten zukommt.




Auch jetzt nach einem Jahr weiß ich noch nicht, wohin mich der Weg mit meinem Blog führen wird, aber im Moment fühlt es sich mit dieser bunten Mischung ziemlich gut an. Ach, und noch was: Demnächst gibt's hier wieder eine tolle Verlosung!

Montag, 8. Oktober 2012

Mein Wochenende in Bildern

Gestern war ich als Touri unterwegs und das in meiner Heimatstadt Celle. Nachdem mein Mann den ganzen Sommer über an den Wochenenden gearbeitet hat, genießen wir jetzt umso mehr unsere gemeinsame Zeit mit schönen Ausflügen in die Region. Es war ein merkwürdiges Gefühl, die Stadt meiner Kindheit und Jugend mit ganz anderen Augen zu sehen.

Auf der Stechbahn wurden im Mittelalter Turniere abgehalten

Obwohl ich in Celle geboren bin, habe ich mir das Celler Schloss lange Jahre nur aus der Ferne angesehen. Es war immer da und ich hatte nie das Bedürfnis, das Schloss zu besichtigen - bis gestern. In grauen Filzpuschen sind wir durch die Räume der Herzoge und Könige flaniert. Auf dem Gemälde ist Sophie Dorothea (1666-1726), die Prinzessin zu Braunschweig und Lüneburg, zu sehen. Vom Schlosstheater, übrigens dem einzigen noch bespielten Barocktheater Deutschlands, konnte ich leider keine Fotos machen, da es nach längerer Umbauzeit demnächst wiedereröffnet wird. Falls Ihr einmal nach Celle kommt, solltet Ihr Euch diese wunderschöne Fachwerkstadt, das Celler Schloss und eine Theatervorstellung unbedingt ansehen.




Vis-á-vis zum Schloss befindet sich das Bomann Museum, in der es gerade eine Lego-Ausstellung aus einer riesigen Privatsammlung gibt. Unserem Großen hatte es besonders die Star-Wars-Sammlung angetan, aber er konnte beim besten Willen nicht verstehen, warum wir dort nichts kaufen konnten.


Auf dem Rückweg hatten wir schönstes Aprilwetter mit strahlendem Sonnenschein, Regen, dunklen Wolken und einem Eis.


Und wie war Euer Wochenende?
Freitag, 5. Oktober 2012

Und was glaubst Du?


via

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Post schreiben soll. Religion ist immer ein sehr persönliches und  heikles Thema, aber mich interessiert wirklich Eure Einstellung. Ich bin kein gläubiger Mensch und ich kann mir selbst nicht erklären, warum ich mich so extrem dagegen sträube, zu glauben. Als Kind habe ich mit meiner Mutter gebetet, viele Jahre lang, jeden Abend. Es war ein schönes Ritual vor dem Schlafengehen, aber den Sinn dahinter habe ich mit vier, fünf Jahren noch nicht verstanden, glaube ich. Ich habe gerne in meiner Kinderbibel geblättert und war von den Geschichten fasziniert.

Mit dem Konfirmandenunterricht kam dann der Anfang vom Ende: Während meine Freundinnen in meinem Heimatdorf zur Kirche gingen, sollte ich in der Gemeinde in der Nachbarstadt meinen Unterricht absolvieren, in der ich auch getauft worden war. Ich einer lächerlich kleinen Runde von etwa zehn Jugendlichen, die ich noch nie zuvor gesehen hatte und einem furchtbar konservativen Pastor, musste ich meine Zeit absitzen. Während meine Freundinnen zu Hause ihren Spaß hatten, (den Eindruck hatte ich jedenfalls immer), musste ich in einem dunklen Raum das Glaubensbekenntnis runterleiern, bis auch der Letzte es verstanden hatte. Ich habe diese Zeit gehasst.

Später dann, in der Oberstufe, hatte ich als Prüfungsfach tatsächlich Religion, interessierte mich aber mehr für die weltlichen Themen. Zum Kirchentag bin ich nur gefahren, um nicht zur Schule gehen zu müssen. Als ich älter wurde habe ich mich viel mit Buddhismus und Hinduismus beschäftigt, immer ein bisschen auf der Suche nach einem Glauben. Andere können doch auch glauben, warum ich nicht? Diese Frage hat mich lange begleitet. Wenn ich heute einen tollen Sonnenaufgang sehe oder ein Naturschauspiel, das mich sehr berührt, denke ich an Physik, den Urknall oder sonstwas, aber niemals an einen Gott, der das alles erschaffen haben soll.

Schwierig wird diese ganze Glaubenssache dann, wenn man Kinder hat. Unser Großer ist jetzt in der Schule und hat zwei Mal in der Woche Religion. Ich möchte, dass er unvoreingenommen seinen Weg findet und sich später seine eigene Meinung bilden kann.  Er kennt mittlerweile meine Einstellung zu diesem großen Thema und meinte letztens: "Mama, du glaubst ja sowieso nicht an Gott. Aber wer soll denn dann bitte die Menschen gemacht haben?"

Wie steht Ihr zu diesem Thema? Betet Ihr mit Euren Kindern? Geht Ihr (regelmäßig) in die Kirche? Beschäftigt Ihr Euch im Alltag mit Gott? Oder ist Euer Glauben einfach da und Bedarf keiner weiteren Erklärung? Über Eure Antworten würde ich mich wirklich, wirklich freuen.


Mittwoch, 3. Oktober 2012

Familienessen: Zu Gast bei maditapim

An diesem gemütlich-faulen Feiertag geht das Familienessen in die nächste Runde. Ich habe maditapim erst vor einigen Wochen entdeckt und bin immer wieder begeistert, wie gemütlich und heimelig es bei Susan und Tanja zugeht - virtuell versteht sich. Susan serviert Euch heute ein schnelles, einfaches und dazu noch gesundes Essen (für mich die perfekte Kombination für ein Gericht) und hat ihre 3-jährige Tochter Mila und ihren Mann gleich mitgebracht. Na, seid Ihr neugierig? Dann kommt mit!




Welches ist Euer absolutes Lieblingsessen, das bei der ganzen Familie, vor allem bei Mila Begeisterungsstürme auslöst?

Unser Lieblingsessen wechselt natürlich hin und wieder. Etwas, was wir aber wirklich immer gern essen und schnell fertig ist, ist Ofengemüse. Je nach Saison und Angebot finden dann Kartoffeln, Möhren, Fenchel, Pilze, Pastinaken etc. mit viel Olivenöl, Zwiebeln und Knoblauch in der Auflaufform ihren Weg in den Ofen. Dazu wird dann einfach Ciabatta gereicht und in das warme Öl getunkt. 

Wie experimentierfreudig ist Mila? Probiert sie alles aus oder gibt es Protest?

Mila probiert in der Tat wirklich fast alles aus. Sie isst zum Beispiel gern Oliven und Meeresfrüchte, worüber wir uns dann immer ein bisschen wundern. Für meinen Geschmack isst sie bloß ein bisschen zu wenig gern Obst. Ich denke, sie mag da die „Säure“ und „Kälte“ am Obst nicht, oder ist schlichtweg zu faul, um in einen Apfel zu beißen. Da muss ich dann tricksen.

  
Welche Nahrungsmittel gehen bei Euch Zuhause gar nicht?

Selten gibt es bei uns Fertiggerichte wie Tütensuppe oder ähnliches. Das geht wirklich fast gar nicht. Gezuckerte Getränke wie Saft oder Limo kommen im Alltag auch nicht bei uns auf den Tisch. Alle trinken ausschließlich Wasser oder Tee. Bei Feierlichkeiten oder zu Besuch gibt es da natürlich Ausnahmen.

Wie wichtig sind Euch feste Rituale am Tisch, wie zum Beispiel gemeinsames Tischdecken, ein Tischspruch (wie im Kindergarten) oder ein Gebet?

Ich mag es wenn der Tisch schön gedeckt ist. Zum Abendessen, unserer gemeinsamen Hauptmahlzeit des Tages, zünde ich gern Kerzen an und gebe das Essen in schöne Schälchen und Schüsseln, woraus sich dann jeder bedienen kann. Einen Tischspruch haben wir nicht, freuen uns aber, wenn wir Besuch haben oder zu Besuch sind, und er dort festen Bestand hat.
 
  
Was hast Du als Kind gerne gegessen?

Als Kind mochte ich am liebsten alles was süß ist. Eierkuchen, Milchreis und Griesbrei sind noch heute meine Welt.

Als ich früher krank war, hat mir meine Mutter immer Grießpudding gemacht und mir ging es ein kleines bisschen besser. Gibt es bei Euch auch so ein "Tröster-Essen"?

Wenn Mila, oder einer von uns krank ist, gibt es manchmal die klassische Hühnerbrühe. Meist ist aber der Hunger nicht so groß und es gibt einfach Zwieback und warmen Vanillepudding. Als ich klein war, gab es bei „Krankheitsfällen“ immer gezuckerte Heidelbeeren aus dem Glas, da diese laut meiner Eltern, das Fieber senken. Ich durfte sogar im Bett! Essen und mir ging es dann wirklich gleich besser.

Wie wichtig ist für Dich und Deine Familie gesunde, ausgewogene Ernährung und wie setzt Du sie um?

Mir ist es schon wichtig, dass sich unsere Familie gesund und abwechslungsreich ernährt. Ich gehe gern auf Wochenmärkte, wo regionale und saisonale Produkte angeboten werden. Auch unseren einzigen Bioladen der (Klein)stadt mag ich sehr. Einfach, weil ich mich in dem Laden wohlfühle, und die Produkte und die Übersichtlichkeit dort so schätze. Ein klassischer Supermarktbesuch mit einer Auswahl an 1000 Marmeladen überfordert mich einfach und dauert viel zu lang. Bei der Umsetzung fällt mir die Wochenplanung oft schwer. Frisch und gesund zu kochen dauert wirklich länger. Man muss schon ein bisschen planen, wann man zum Beispiel den Wirsingeintopf kochen will, damit der Kohl nicht verdirbt. Oft ist der Hunger bei allen groß, es muss schnell gehen und es würde einfach zu lange dauern da noch groß aufzufahren. Schlimmer finde ich aber Stadt-oder Omabesuche vor dem Abendessen. Die Verführung von Süßigkeiten ist da einfach zu groß und ich zu nachgiebig...am Ende hat dann keiner mehr Hunger auf Abendbrot, was mich dann natürlich ärgert und mir ein schlechtes Gewissen macht.

Welches ist für Euch als Familie die wichtigste Mahlzeit am Tag und warum?

Wie bei vielen Familien ist es das Abendessen. Die einzige Mahlzeit, wo wir drei alle zusammen essen können. Essen dann noch Freunde und Verwandte mit, ist es doppelt so schön!

Liebstes Familienessen von maditapim (Susan): Ofengemüse-ganz schnell und einfach


Gemüse nach Belieben wie: Kartoffeln, Pastinaken, Möhren, Pilze, Kürbis, Fenchel etc. waschen, putzen und schneiden. Eine Auflaufform mit viel Olivenöl beschichten und das Gemüse hinzugeben.
Kleingehackte Zwiebeln und Knoblauch (Menge nach den eigenen Vorlieben) mit dem Gemüse und dem Olivenöl mit den Händen sorgfältig vermengen. Salzen und pfeffern und ab mit der Auflaufform bei 160 Grad für ca. eine halbe Stunde in den Ofen. Dazu Ciabatta reichen! Gut dazu passt auch warmer Ziegenkäse!


Vielen Dank, liebe Susan, für Deine Antworten.
Dienstag, 2. Oktober 2012

Meine Helden des Alltags

Es wird mal wieder Zeit, Euch meine Helden des Alltags zu präsentieren. Das sind häufig kleine Dinge, die mir den täglichen Trott etwas verschönern oder erleichtern.

Notizbücher sind immer toll und deshalb eindeutig heldenhaft. Um aus meiner alljährlichen Routine etwas auszubrechen, habe ich mir in diesem Jahr schon im August einen Jahresplaner für 2012 und 2013 gekauft. Ganz schlicht und schön klein für die Handtasche.


Hui, und jetzt wird's gruselig: Mein aktueller Held ist diese Internetseite, auf der Ihr kinderleicht Collagen erstellen und Bilder bearbeiten könnt. Ich fand Fasching eigentlich schon immer blöd, Halloween kann ich da wesentlich mehr abgewinnen. Und rechtzeitig vor Halloween findet Ihr dort so unglaublich viele tolle Möglichkeiten, Fotos zu pimpen, eine Einladung zu kreieren und vieles mehr. Besonders gut gefallen mir die verschiedenen Schriftarten. Ich hab mich bei der Gestaltung gruseltechnisch mal etwas zurückgehalten, aber da ist noch sooo viel mehr drin. Ein riesiger Spaß und seeehr spooky!



Noch mehr Alltagshelden findet Ihr wie immer bei Roboti liebt!


Ich freu mich übrigens noch über Eure Stimmen für die Brigitte-Mom-Blogs. Hier und oben rechts in der Leiste könnt Ihr für mich abstimmen. (Psssst: Das geht auch mehrmals).
Montag, 1. Oktober 2012

Meine Woche in Bildern/ 9.



Auch wenn ich es immer noch nicht wahrhaben möchte: Unsere letzte Woche war schon ziemlich herbstlich angehaucht. (Was ja Ende September auch kein Wunder ist). Nachdem wir Montag mit einem fantastischen Sonnenaufgang begrüßt wurden, haben wir Kastanien und Walnüsse gesammelt, Cookies gebacken, auf dem Sofa rumgelümmelt, Tee getrunken und Filme geguckt.

Gestern ging es bei dem wunderschönen Spätsommertag mit der ganzen Familie wieder in den Zoo. Die Idee hatten natürlich noch tausende andere Menschen aus Hannover und der Umgebung und es war nicht wirklich entspannend, zwei kleine Jungs in all dem Trubel die ganze Zeit im Auge zu behalten. Schön war's trotzdem.
 


Und was habt Ihr bei dem schönen Wetter gemacht?

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